Warum CrossFit ohne Box scheiße ist

Hallo zusammen,

aktuell sind aufgrund der kommenden Box-Eröffnung viele To-Dos, wodurch ich wieder wenig Zeit zum schreiben hatte. In einem der kommenden Beiträgen werde ich auf jeden Fall mehr Details dazu preisgeben, euch meine Partner, mein Team und unser Konzept grob vorstellen. Aktuell könnt ihr aber alles auf unserer Facebook-Seite verfolgen CrossFit First Class (Facebook) und euch viele Infos auf unserer Homepage ansehen CrossFit First Class CFFC.

Dennoch möchte ich mir heute einmal wieder die Zeit nehmen, über mein aktuelles Training und meinen Gesundheitszustand berichten.

Wer meinen blog bisher verfolgt hat, weiß, dass ich aktuell in keiner Box trainiere, sondern hauptsächlich im Fitness Studio. Denn die CrossFit First Class hat noch keine fertige Halle. Diese wird voraussichtlich auch erst im Januar vollständig fertig sein.
Deshalb musste ich mein Training stark anpassen.
Dazu kam nun, dass sich starke Knieschmerzen eingeschlichen haben. Mein linkes Knie begann bereits Anfang des Jahres stark zu schmerzen bei Kniebeugen/Squats mit Gewicht und alle Übungen, die mit der Bewegung verwandt sind. Irgendwann konnte ich das aber nicht mehr abtun als Wehwehchen, musste sogar den Wettkampf bei der Hamburg Classic Challenge absagen, was mich sehr unglücklich gemacht hat. Nach Arzt, Physio und MRT weiß ich nun zumindest, dass es keine Verletzung der Sehnen oder des Knorpels ist, sondern eine muskuläre Dysbalance. Ich muss quasi vorerst meine hintere Beinmuskulatur entsprechend trainieren und darf Squats vorerst nur auf Kraftausdauer machen – heißt, weniger Gewicht, mehr Wiederholungen.
Für mich ist das okay. Eine Diagnose zu haben und zu wissen, was das Problem ist, ist mir tausendmal lieber als ungewiss mit den Schmerzen weiter zu trainieren und zu hoffen, dass es nichts Ernstes ist. Der Arzt hat mir auch noch mal nachdrücklich ins Gewissen geredet, dass Knieschmerzen IMMER ernst zu nehmen sind, denn das Knie bockt nicht grundlos.
Diese Trainingsveränderung ist aber nicht weiter tragisch. Aufgrund der mangelnden Mittel im Fitness Studio, sowie die regelmäßigen Schmerzen habe ich mit Wendler vorerst ohnehin aufgehört. Es hat einfach keinen Sinn und auch keinen Spaß mehr gemacht. Jeder, der im Fitness Studio schon mal hohe Deadlifts mit eckigen Scheiben sanft und lautlos ablegen musste, weiß glaube ich, was ich meine. Und trotzdem wurde bei mir erst diese Woche betont, dass die Lautstärke dabei andere Mitglieder störe und man bitte damit aufhören solle.

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Warum CrossFit ohne Box SCHEIßE ist:

  • das Equipment ist ungeeignet. Seien es die Stangen, dessen Gewinde sich nicht mal im Neuzustand ausreichend gedreht hat oder das Fehlen von Rigs und genügend Racks. Es macht einfach keinen Spaß mehr, strict Pullups an schrägen Griffen zu machen. Auch gibt’s kein Magnesia. Es ist so warm im Fitness Studio und man ölt wie eine eingelegte Sardine. Ich habe inzwischen eine Tube Flüssigkreide dabei aber den Blicken zu urteilen, dauert es auch nicht lange, bis man mir diese auch verbietet.
  • Kein Platz. Wo macht man Burpees, wo springt man Seil, wo macht man Handstandpushups? Ich sags euch, draußen oder zuhause. Oder man macht sich die Mühe (zumindest für Double Unders) und räumt Matten beiseite, versperrt anderen die Geräte und übt vor allem schon mal seine Entschuldigung für das Auspeitschen von anderen Studiobesuchern.
  • Die Musik. Ich kann diese träge, seelenlose, flau-duselige Pop-Soft-Trance-HipHop-Säuselei in beständiger Lautstärke „mittel“ nicht mehr hören. Auch habe ich das Gefühl, dass der Song „Prayers in C“ sich schon in meinen Gehörgang eingebrannt hat.
  • Die Blicke. Würden mich nicht stören. Ist mir ja egal, ob Leute bunte Reebok-Farben, das Gewicht, was ich schaffe oder meine viel zu klobigen Muskeln als Frau als störend empfinden. Aber wenn man von stark geschminkten Mädels mit Streichholzbeinen, die auf dem Adduktor-“Frauenarzt“-Stuhl sitzen, ausgekichert wird, weil man beim Sport Schwitzen muss, sehnt man sich nach einer Box. Wo man bei einem PR Versuch angejubelt wird, anstatt ausgeschimpft, weil man zu laut war. Letztens habe ich aus Reflex einem, der in seinem letzten Backsquats-Satz fast verreckt ist, zugerufen: Los, das packst du! Das Resultat war, dass er (nachdem er es geschafft hat) kopfschüttelnd mit seinem Kollegen in die Seilzug-Ecke verschwunden ist.
  • No „Shirtless“ness. Wenn „shit’s getting serious“ wird, lässt man im Fitness Studio lieber trotzdem sein Shirt an. Kurze und/oder enge Sporthosen sind anscheinend schon grenzwertig genug.
  • Kein Workout. Wenn man nicht die Möglichkeit hat, in einen (einsamen) Kursraum zu gehen, kann man auch kein Workout machen. Wie auch? Die Geräte, Freihanteln und Cardiogeräte sind alle in Gruppen an unterschiedlichen Orten im Studio verteilt. Dazu kommt, dass es, wie schon gesagt, keinen Platz gibt. Entweder steht einem jemand im Weg oder man steht jemand anderem im Weg. Oder noch besser, deine Hantel wird zwischenzeitlich neu besetzt. Aber wisst ihr was? Es macht ja sowieso keinen Spaß ein Workout zu absolvieren, wenn man das ganz alleine machen muss.

Ich weiß, viel Gejammer aber das musste mal von der Seele geschrieben werden. Bald hat das Ganze ja ein Ende.

Was habe ich an den Supplements geändert:
Ich nehme kein PurePharma mehr, die Kosten waren mir dann einfach zu hoch und ich wollte mal was anderes ausprobieren.
Da habe ich mich mal an die Vitamin-Produktpalette von Lifeplus getraut. Dennis schwört darauf.
Das Produkt Daily Plus beinhaltet unzählige Vitamine und Nährstoffe, die man beim Sport vermehrt benötigt. Hier könnt ihr das mal anschauen, was da alles drin ist: http://www.lifeplus.com/media/pdf/piSheets/DE/5530-PI_DE.pdf
Eigentlich ist in so einer Dose ein Batzen zerhexelte Gemüse. Nur in Pulverform.
Ich nehme es seit ca. Oktober, deshalb kann ich wahrscheinlich noch nicht so fundierte Testergebnisse liefern.
Zusätzlich habe ich wegen der enormen Auswahl der Geschmacksrichtungen mal das Eiweißpulver von myprotein ausprobiert.

Muss aber bei beiden Produkten sagen, dass ich nicht sonderlich überzeugt bin. In Sachen Regeneration fühlte ich mich mit PP etwas besser versorgt. Das Protein³ aus dem Fitnessladen Hannover hat mir auch bessere Kraftversorgung verschafft, als das Impact Whey von myprotein. Gut, hier vergleicht man aber auch ein Molkeprotein mit einem Mehrkomponenten Proteinpulver, da kann die Molke eigentlich auch nur verlieren. Hier muss wahrscheinlich jeder selbst für sich seinen Bedarf ermitteln. Wer über seine Nahrung schon eine relativ gute Eiweißversorgung hat oder diese besser verwerten kann, brauch vielleicht nur ein Molke-Produkt (oder auch gar nichts, gibt’s ja auch 😉 ) aber ich stehe da wohl mehr auf die volle Dröhnung. 😀
Womit ich immer noch sehr zufrieden bin, ist das Xendurance Produkt, wobei ich hier die Dosis etwas verringert einnehme. Ich mache ja eigentlich eh kaum Rhabdo-provozierenden Sport. 🙂 / 😦

Okay, das wars erst mal Neues zu meinem aktuellen Trainings-, Gesundheits- und Supplementkonsum-Stand. Demnächst gibt es an dieser Stelle mehr Infos zu unserer Boxeröffnung.

Bleibt fit und gesund!

Bis bald – Jennie