CF – Vocabulary

„Als CrossFitter“ vergisst man schnell, dass nicht jeder mit den für uns gängigen Vokabeln etwas anfangen kann. Die Movements, das Wording, der Slang – CrossFit hat seinen eigenen kleinen Kosmos erschaffen. Der allgemeine CrossFitter (Frei nach dem Motto: „Never stop talking about CrossFit!“) wirkt ja sowieso schon teilweise befremdlich auf sein Umfeld außerhalb der Box. Das ist ja auch in Ordnung. Wenn ich in einer Gruppe von WOW-Zockern sitze, verstehe ich auch kein Wort.
Ich habe meinen blog versucht so einfach wie möglich – für Einsteiger – zu formulieren. Hin und Wieder verfällt man dann aber doch wieder in das „Fachvokabular“.

Deshalb hier mal die wichtigsten CrossFit Ausdrücke auf einer Seite:

21-15-9
„Fran“ ist beispielsweise ein 21-15-9. Die Zahlen geben die Wiederholungen an. Bei „Fran“ sind es zwei Movements: Thruster und Pullups.

AMRAP
As many Rounds/Reps as possible. Eine Workout-Form, bei der man nur eine Bewegungsabfolge und eine Zeit vorgegeben bekommt. Wie viele Runden man schafft, liegt an der eigenen Schnelligkeit. Typisch hierfür: Die Benchmark „Cindy“ mit 5 Pullups, 10 Pushups und 15 Squats in einem 20 minütigen AMRAP. Wie viele Runden man schafft, das ist dann das Ergebnis.

BS – Backsquat
Das „normale“ Beugen. Die Hantelstange liegt im Nacken und wird mit den Händen zusätzlich gehalten. Dabei macht man eine Kniebeuge, ohne, dass das Gewicht nach hintenfällt – oder nach vorne, wäre auch schlecht. :>

Benchmarks
Sie haben häufig Frauennamen wie „Fran“, Cindy“, „Diane“. Hierbei handelt es sich um Workouts, die vorgegeben sind, quasi standardisiert was Gewicht, Zeit, Abfolge und Wiederholungen angeht.

BP – „Bench Press“
Bankdrücken. Ich glaube, das brauch man niemandem erklären. 😀

BW – „Bodyweight“
Wie das Wort schon sagt, handelt es sich hierbei um das Körpergewicht. Bodyweight-Übungen sind somit zB. Pullups, Pushup, Muscleups.

Box
Im Fußball ist es der Verein, im Fitness ist es das Studio, beim Golf ist es der Club. Jede Sportart hat ihre eigene Bezeichnung, für CrossFit ist es die Box – der Ort, des Geschehens!

Chipper
Dies ist ein Workout, in dem mehr als drei Übungen vorkommen.

C&J – „Clean and Jerk“
Umsetzen und Ausstoßen. Stange wird vom Boden in die Frontrack-Position (Stange vorn auf Schulter) gebraucht. Von hieraus dann über Kopf.

Competition / Games
Manche CrossFitter messen sich gern, manche verdienen damit offiziell ihr Geld. Die offiziellen „großen“ Wettkämpfe sind die CrossFit Games. Sie starten mit den Vorausscheidungen – den Opens, gehen über in die Regionals und enden dann in den CrossFit Games in den USA. Es gibt aber auch diverse inoffizielle Games, die von Boxen, Sponsoren, sonstigen Veranstaltern ausgerichtet werden, wie die Cry Me A River Challenge oder die Supr Fit Herkules Games. Länder richten auch Games aus, diese nennen sich dann „Throwdowns“.

CrossFit Total
Eine Benchmark, die nach Punkten funktioniert. Die Punkte holt man sich über das maximale Gewicht, was man bei den drei Disziplinen: Backsquat, Deadlift, Shoulder Press. Gewicht wird addiert.

DL – „Deadlift“
Liebevoll auch „Detlef“ genannt. Hierbei handelt es sich um Kreuzheben. Man hebt das Gewicht vom Boden mit gestrecken Armen auf, bis die Hüfte offen ist, bzw. man gerade steht.

DU – „Double Unders“
Seilspringen – nur, dass man zweimal das Seil schwingt, während man nur einmal springt.

EMOM
Every Minute on a Minute. Eine Bewegung(sabfolge) muss innerhalb einer Minute absolviert werden und jede folgende Minute beginnt sie erneut. Beispiel: Benchmark Barbara, innerhalb von einer Minute 5 Pullups,10 Pushups,15 Squats, in der nächsten dann das gleiche.

FS – Frontsquat
Eine Front-Kniebeuge. Die Hantelstange liegt vorne auf der Schulter und wird idR nur mit den Fingern vorn gehalten. Dabei macht man eine Kniebeuge, ohne dass das Gewicht nach vorne fällt. Verlangt etwas mehr Körpergefühl, als der Backsquat.

HSPU – „Handstand Pushups“
Vom Kopfstand in den Handstand, Rücken zur Wand.

Hook Grip
Griff-Art für die Hantelstange, Daumen wird von Fingern umschlossen.

KB – „Kettlebell Swing“
Kettlebells befinden sich inzwischen in fast allen Fitnessstudios. Es sind rundliche Gewichte, die einen Griff haben, damit man sie schwingen kann. Wie sie geschwungen werden müssen, ist dann vorgegeben. Gängig ist der american Swing: Vor dem Körper in beiden Händen. Startet zwischen den Beinen und mit einem Push aus der Hüfte schwingt die KB bis über den Kopf.

Kipping
Es gibt zB. den Kipping Pullup oder den Kipping Muscle Up. Bedeutet einfach nur, dass man sich nicht nur mit der Kraft in die Endposition bewegt, sondern dafür eine Kippbewegung nutzt, die durch Gymnastik die Kraft unterstützt. Dadurch kann die Übung viel häufiger hintereinander durchgeführt werden. Beim Pullup gibt es noch die Steigerung Butterfly – diese Bewegung ist kein richtiger Kipp, sondern eher ein Schwung mit der Hüfte, wodurch man seinen Körper zur Stange schwingt.

K2E – „Knees to Elbows“
Man hängt an der Stange (Arme und Beine gestreckt) und bewegt seine Knie zu den Ellbogen.

MBC – „Medicine Ball Clean“
Siehe Clean and Jerk. Nur, dass es hier mit einem Wallball gemacht wird – ohne den Jerk am Ende.

MU – „Muscleup“
Ein Klimmzug (Pullup) und eine Beugestütz (Dip). Man hängt entweder an der Stange (Bar-MU) oder den Ringen (Ring-MU) und zieht sich mit den Armen hoch, setzt dann um und drückt sich mit gestreckten Armen über der Stange/in den Ringen.

Ottern
Ich glaube, dass dieses Wort bei uns in Hannover entstanden ist. Es handelt sich dabei um ein Workout, was so „einfache“ Movements beinhaltet, dass man es ohne große Pausen „durchottern“ kann.

OHS – Overhead-Squat
Die Überkopf-Kniebeuge. Hantelstange wird mit gestreckten Armen über dem Kopf gehalten und dabei macht man eine Kniebeuge, ohne dass das Gewicht nach vorne oder hinten fällt.

Paleo
Eine Ernährungsphilosophie. Mehr will ich dazu nicht sagen, googlet es oder, sprecht jmd. an, der „nach Paleo“ isst, wenn er das nicht schon erledigt hat. 🙂

PR Personal Record
Persönlicher Rekord. Das beste, was man als Coach an seinem Athleten miterleben darf und natürlich als Athlet selbst erleben möchte. Wenn man ein Gewicht schafft, was man vorher noch nie geschafft hat, oder wenn man sich in einer Benchmark verbessert hat.

Press – Push-, Jerk-, Shoulder- bzw. Strict-
Schulterdrücken. Hantelstange liegt vorn auf der Schulter. Mit einem kleinen Push aus der Hüfte, dann nennt man es Push Press. Wenn man nach dem Push die Hantelstange über dem Kopf auffängt, dabei aber die Beine nicht gestreckt sind, ist es ein Jerk. – Genaueres via youtube!

Pullups
Klimmzüge – Hände an der Stange, Füße in der Luft. Bewegung von Arme gestreckt, bis Kinn über Stange.

Pushup
Liegestütz. Auf dem Bauch. Oben: Beine lang, Arme lang. Unten: Brustkorb berührt den Boden.

MetCon
Metabolic Conditioning – Ein Ausdauerworkout. Muss nicht Laufen sein, muss aber Ausdauerelemente beinhalten.

Movement-Standards
Da CrossFit nicht nur eine Form ist, sich fit zu halten, sondern auch eine Sportart ist, in der man sich mit anderen offiziell messen kann, müssen die Übungen und Gewichte standardisiert sein. Beim Fußball ist der Ball auch im Aus, wenn er die Linie übertreten hat, da gibt es keine Diskussion. So ist es auch, wenn bei einer Liegestütz die Brust den Boden nicht berührt hat oder bei einem Klimmzug das Kinn nicht über die Stange gekommen ist. Diese Movement-Standards sind also wichtig, allein für den Wettkampfgedanken.

Rep / No Rep
Repetition – Wiederholung. Siehe Movement Standards. Wenn man eine Bewegung laut den MS ausführt ist es ein „Rep“; wenn man es nicht macht, ist es ein „No Rep“. Simple as Eis lecken.

Snatch
Reißen. Stange wird vom Boden in einer Bewegung über Kopf gebracht. Übrigens eine der schwierigsten Bewegungen in der Welt des Sports.

Squat
Die Kniebeuge. Start ist im Stand, Hüfte offen, Beine gerade. Dann sinkt der Po in Richtung Boden, ohne, dass man auf die Zehenspitzen geht. Bewegung endet erst wenn man mit dem Po tiefer als Kniehöhe ist. „Ass to Gras“ Danach wieder aufrichten, Hüfte offen, Beine gestreckt.

Tabata
Beste! Ein Tabata ist eine Art MetCon. 20 Sekunden Belastung, gefolgt von 10 Sekunden Pause. Davon 8 Runden á 4 Minuten. Wichtig: die jeweiligen 20 Sekunden so schnell wie möglich.

Thruster
Eine Kombination aus Frontsquat und einem PushPress.

T2B „Toes to Bar“
Zehen zur Stange. Man hängt an der Stange und bewegt seine Füße in Richtung Stange, bis man diese mit den Zehen berührt.

TGU Turkish Get up
Man liegt mit dem Rücken auf dem Boden. Die Kettlebell ist in einer Hand über dem Kopf, Arm gestreckt. Jetzt steht man auf, während die Kettlebell immer über dem Kopf bleibt, ohne den Arm zu beugen, bis man steht.

WB – „Wallballs“
Medizinbälle – unterschiedlich schwer. Sie heißen Wallball, weil sie an der Wand hochgeworfen werden müssen. Es wird sich ein Ziel gegeben, bis wohin man ihn werfen muss und anschließend auch wieder auffangen muss.

WOD
Das sogenannte „Workout Of The Day“. Da laut CrossFit abwechslungsreich trainiert werden soll, gibt es hier nicht die im Fitnessstudio gängigen „Chest-, Back- und Legdays“, sondern es ist immer ein Ganzkörper-Training. Dieses Training wird verpackt in ein Workout. Und dieses Workout wechselt immer. Im Grunde machst du, abgesehen von ein paar Ausnahmen, nie das gleiche Workout. Wenn du also das erste Mal eine Box besuchst, wird dir wahrscheinlich dort eine Tafel auffallen, auf der das sogenannte „WOD“ + Doppelpunkt steht. Dies ist dann das Workout, welches für diesen Tag zu erledigen ist.

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